Depressionen

 

 

Erscheinungsformen von Depressionen

Die typische Depression - Major Depression
Die typische Depression ist nach der klassischen Definition eine schwere Depression, die früher auch als endogen bezeichnet wurde. Spricht man von einer Major Depression, bedeutet dies im allgemeinen einen phasenhaften Verlauf, und es wird auf eine schwere Depression hingewiesen.

Bipolare Störungen - manisch-depressive Störungen
Bipolare Störungen sind Störungen, bei denen der Betroffene beide Pole des Spektrums kennt. Dies bedeutet, daß in der depressiven Stimmung das Spektrum der depressiven Störung erlebt wird, in der manischen Phase wird der Erkrankte besonders kreativ, strotzt vor Energie, benötigt kaum Schlaf und hat tausende von Ideen. Obwohl auf den ersten Blick die manische Phase nicht so schlimm zu sein scheint, wissen Angehörige und Freunde, daß auch diese Phasen besonders gefährlich sein können. Denn der Erkrankte verliert in diesem Zustand die Fähigkeit, sein Handeln und die daraus entstehenden Konsequenzen einzuschätzen. Es kann sein, daß sie sich am Abend vorher in Gefahr bringen oder das Fehlentscheidungen ihr weiteres Leben erschwert. Oft treten in dieser Phase fatale Fehlentscheidungen auf.

Zyklothymia - zyklothyme Störung
Von einer solchen Störung spricht man, wenn der Patient Stimmungsschwankungen hat, ohne daß ein direkter nachvollziehbarer Bezug zur aktuellen Lebenslage besteht. Diese Stimmungsschwankungen sind vergleichbar mit denen der bipolaren Störung, sind aber in ihrer Ausprägung nicht so stark wie bei der manisch-depressiven Erkrankung.

Dysthymia - neurotische Depression
Diese Störung bedeutet eine krankhafte Neigung zu traurigen Stimmungen. Sie ist eine Unterform einer chronischen depressiven Verstimmung, ist nicht so schwer wie diese, dauert aber länger an. Die Betroffenen sind mindestens zwei Jahre lang depressiv, erleben jedoch manchmal auch helle Tage oder Wochen, in denen sie eine gute Stimmung haben.

Anpassungsstörungen - reaktive Depression
Eine solche Anpassungsstörung entsteht als eine Antwort auf ein für den Erkrankten belastendes Ereignis. Dieses kann ein Verlust, eine Trennung oder eine Kränkung sein. Oft treten solche Störungen nach einer Scheidung, dem Tod oder der Trennung von einem Partner oder einem Verwandten auf, aber auch schwere Partnerschaftsprobleme können ein Auslöser sein.

Symptomatische Depression
Schwerere oder auch unheilbare körperliche Erkrankungen können auch eine Depression auslösen. Bei älteren Menschen kann eine solche Depression zum Beispiel ein Symptom einer Herzinsuffizienz sein.
Bei der Behandlung einer solchen Erkrankung sollte natürlich die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund stehen.

Depression bei einer Sucht
Häufig trifft man eine Depression bei einem abhängigen Menschen an. Unklar ist, ob zuerst die Depression oder die Sucht da war, möglich ist beides. Viele Erkrankte sind der Meinung, daß sie auftretende Symptome, wie zum Beispiel Angst oder Unruhe, mit Alkohol, Tabletten oder anderen süchtig machenden Stoffen behandeln können.

Die Winterdepression
Diese Art einer Depression ist in den letzten Jahren immer öfters im Gespräch. Die Betroffenen haben deutliche Stimmungsänderungen in den dunklen Monaten des Winters. Sie fühlen sich im Gegensatz dazu in den hellen Sommermonaten wie neugeboren.

Depression in der Pubertät
Jeder weiß, daß die Pubertät eine schwere Zeit ist. Schwankungen der Stimmung sind da relativ normal. Jungen und Mädchen sind davon betroffen. Aber gerade für Mädchen gilt, daß im Alter zwischen 12 und 14 Jahren ein sprunghafter Ansprung von depressiven Erkrankungen stattfindet.

Das prämenstruelle Syndrom
Viele Frauen machen die Erfahrung, daß sie in den verschiedenen Zyklusphasen auch bestimmte Stimmungsschwankungen haben, es wird oft beobachtet, daß eine Woche vor Eintritt der Menstruation auffällige Traurigkeit, Wertlosigkeit oder auch Hoffnungslosigkeitsgefühle auftreten, die Frauen weinen häufiger, haben Angst und sind durcheinander.

Babyblues
Der sogenannte Babyblues ist vielen jungen Müttern bekannt. Man schätzt, daß zirka 50 bis 70 % der Frauen, die gerade ein Kind bekommen haben, davon betroffen sind. Meist bemerken die Frauen am dritten oder vierten Tag die Neigung, ständig weinen zu müssen oder den Tränen nah zu sein, Sie fühlen sich traurig, deprimiert, unruhig und leer.

Wochenbettdepression
Von einer Wochenbettdepression spricht ein Arzt erst dann, wenn ein vermeintlicher Babyblues über zwei oder mehr Wochen anhält oder auch erst eine Woche nach der Geburt eintritt. Dabei treten die Symptome einer typischen Depression auf.

 

 

 

 

 

                                                                                                           

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